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Market Trends

Yardeni hält an S&P-500-Ziel von 7000 fest, aber Bärenrisiken nehmen zu

Yardeni Research erwartet weiterhin, dass der S&P 500 bis Jahresende 7.000 Punkte erreicht, hat jedoch die Wahrscheinlichkeit für eine Bärenmarktentwicklung auf 30% erhöht. KI-Blase-Ängste, schwacher Konsum und Kreditrisiken belasten die Stimmung.

Julian Bennett
Julian Bennett
Director of Financial Planning
Yardeni hält an S&P-500-Ziel von 7000 fest, aber Bärenrisiken nehmen zu

Yardeni Research hält an seiner optimistischen Einschätzung für US-Aktien fest und prognostiziert, dass der S&P 500 bis Jahresende 7.000 Punkte erreichen wird, selbst wenn die Nervosität der Märkte angesichts eines möglichen KI-getriebenen Tech-Aktien-Crashs zunimmt. In seinem jüngsten Bericht an Investoren vom 19. November argumentierte das Unternehmen, dass die Befürchtungen einer platzenden KI-Blase sich als ebenso unbegründet erweisen könnten wie die "am häufigsten vorhergesagte Rezession der Geschichte", die sich seit fast vier Jahren verzögert.

Optimistisches Basisszenario, aber steigende Bärenwahrscheinlichkeit

Yardeni weist eine Wahrscheinlichkeit von 55% dafür aus, dass der S&P 500 bis Dezember 7.000 Punkte erreicht und bis Ende 2026 auf 7.700 Punkte steigt. Die Risikobalance hat sich jedoch verschoben. Das Unternehmen senkte die Wahrscheinlichkeit für ein Meltup-Szenario von 25% auf 15% und erhöhte die Wahrscheinlichkeit für eine Bärenmarktentwicklung von 20% auf 30%.

Die Vorsicht spiegelt wachsende Anlegerbedenken wider:

  • Eine potenzielle KI-Blase bei Tech-Aktien.

  • Nachlassende Konsumausgaben.

  • Aufkommende Risse im Kreditmarkt, die an die Finanzkrise 2008 erinnern.

Technische Schwäche und Stimmungsindikatoren

Die jüngste Kursentwicklung hat die Risiken unterstrichen. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq schlossen unter ihren 50-Tage-Durchschnitten und liegen damit 4% bzw. 6,4% unter den Höchstständen von Ende Oktober.

Die Volatilität bei Kryptowährungen hat die Unruhe verstärkt. Bitcoin fiel um 26,8% von seinem Höchststand am 6. Oktober, was technische Analysten beunruhigte. Yardeni glaubt jedoch, dass Kryptowährungen und gehebelte ETFs wie TQQQ "wahrscheinlich auseinanderlaufen werden", was auf eine begrenzte Auswirkung auf Aktien hindeutet.

Die kurzfristige Stimmung hat sich ebenfalls verschlechtert. Der CNN Fear & Greed Index zeigt derzeit "extreme Angst", ein Wert, der laut Yardeni oft einer Erholung vorausgeht.

Ergebnisse und Sektordruck

Die Schwäche am Mittwoch wurde durch einen Rückgang von 5% bei Home Depot (HD-US) nach enttäuschenden Ergebnissen im dritten Quartal verstärkt. Der Rückgang belastete zyklische Konsumgüteraktien und trug zum breiteren Marktdruck bei.

Positive Gegenkräfte

Trotz des vorsichtigen Tons hob Yardeni mehrere unterstützende Faktoren hervor:

  • Rekordhohe erwartete Umsätze für den S&P 500 Retail Composite.

  • Ein Anstieg von 6,1% im Jahresvergleich im Redbook Retail Sales Index.

  • Bedenken hinsichtlich von Kreditausfällen im Private-Equity-Bereich, die "wahrscheinlich keine weitere Finanztsunami auslösen werden".

Diese Signale deuten auf eine zugrundeliegende Widerstandsfähigkeit bei Konsum- und Einzelhandelsaktivitäten hin, auch wenn die allgemeine Stimmung fragil bleibt.

Fazit

Yardeni Research bleibt konstruktiv optimistisch, hält an seinem Ziel von 7.000 Punkten für den S&P 500 fest, erkennt aber steigende Abwärtsrisiken an. Da Stimmungsindikatoren Angst signalisieren und die technische Analyse Schwäche zeigt, sieht das Unternehmen Raum für Volatilität, aber nicht für einen Zusammenbruch.

Für Anleger ist die Botschaft klar: Das Narrativ der KI-Blase könnte übertrieben sein, aber die Wahrscheinlichkeit einer bärischen Wende ist auf 30% gestiegen. Das Gleichgewicht zwischen Optimismus und Vorsicht wird die Markttrends bis Jahresende prägen.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

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