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Market Trends

Hoffnungen auf US-China-Waffenstillstand steigen, doch Macquarie warnt: Ein echtes Abkommen bleibt außer Reichweite

Die Märkte begrüßten einen US-China-Handelswaffenstillstandsrahmen, doch Macquarie warnt, dass ein echtes Abkommen schwer zu erreichen bleibt. Da Zölle weiterhin bestehen und Kernstreitigkeiten ungelöst sind, könnte der Optimismus schnell verblassen.

Marcus Thorne
Marcus Thorne
Chief Market Strategist
Hoffnungen auf US-China-Waffenstillstand steigen, doch Macquarie warnt: Ein echtes Abkommen bleibt außer Reichweite

Die Märkte starteten am Montag mit erneutem Optimismus hinsichtlich eines möglichen US-China-Handelswaffenstillstands, doch Analysten der Macquarie Bank dämpfen die Erwartungen, dass ein umfassendes Abkommen in greifbarer Nähe sei.

Der jüngste Impuls kam von einem Rahmenabkommen, das am Rande des ASEAN-Gipfels erzielt wurde und das später in dieser Woche überprüft werden soll, wenn Präsident Trump und Präsident Xi Jinping in Südkorea zusammentreffen. Das Abkommen setzt geplante neue US-Zölle aus und gibt Peking ein weiteres Jahr Zeit, um Exportbeschränkungen für Seltenerdmetalle zu verschärfen – kritische Rohstoffe für Elektronik und Verteidigungstechnologie.

US-Vertreter, darunter Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragter Jamieson Greer, bezeichneten die Vereinbarung als "konstruktiv". Peking zeigte sich jedoch zurückhaltender und nannte sie lediglich einen "vorläufigen Konsens".

Macquarie: Kein Durchbruch in Sicht

In seinem jüngsten Bericht warnte Macquarie, dass Gespräche auf hoher Ebene zwar eine Eskalation verzögern könnten, aber wahrscheinlich nicht die strategischen Gräben zwischen Washington und Peking überbrücken werden.

"Wir bleiben skeptisch, dass ein umfassendes Abkommen – eines, das dauerhaft alle strategischen Fragen einschließlich Handel, Technologietransfer und Taiwan behandelt – kurzfristig erreicht werden kann", schrieb die Bank.

Macquarie verwies auf die Geschichte als Leitfaden. Ähnliche "vorläufige Vereinbarungen" sind bereits zuvor gescheitert, am bemerkenswertesten das Handelsabkommen der Phase Eins von 2019, das sich im Streit über Durchsetzung und Einhaltung auflöste.

Was auf dem Tisch liegt

Derzeit drängen die USA China dazu:

  • Die Sojabohnenkäufe auszuweiten

  • Bestimmte Exportkontrollen zu lockern

  • Bei Lieferketten für Seltenerdmetalle zusammenzuarbeiten

Doch die beiden Seiten bleiben bei heikleren Themen uneins, darunter TikToks US-Geschäfte, Fentanyl-Kontrollen und – am sensibelsten von allen – Taiwan.

Wall Street jubelt, doch Risiken bleiben

Der S&P 500 erreichte auf die Nachricht hin ein neues Hoch, da Investoren darauf setzten, dass selbst eine vorübergehende Pause in den Handelskonflikten Aktien stützen könnte. Doch Macquarie warnte, dass dieser Optimismus bereits in den Aktienbewertungen eingepreist sei.

Da 30% Zölle auf chinesische Waren weiterhin bestehen, argumentierte die Bank, dass ein "großes Abkommen" eine ferne Aussicht bleibe. "Wir erwarten, dass die Begeisterung allmählich nachlässt", sagte Macquarie und riet Anlegern, ohne greifbare Zugeständnisse beider Seiten keinen dauerhaften Fortschritt zu erwarten.

Das große Ganze

Die Einsätze sind hoch. Die sogenannten "Big Seven"-Technologieaktien haben einen Großteil der Gewinne des S&P in diesem Jahr vorangetrieben, und jede Störung globaler Lieferketten könnte sich durch die Märkte ausbreiten. Unterdessen bleiben Seltenerdmetalle ein strategischer Brennpunkt, wobei sowohl Washington als auch Peking sich ihrer Bedeutung für alles von Smartphones bis zu Raketensystemen bewusst sind.

Derzeit feiert der Markt einen Waffenstillstand. Doch wie Macquarie uns erinnert: Ein Waffenstillstand ist kein Vertrag – und der Weg zu einem echten US-China-Handelsabkommen bleibt lang und holprig.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

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