🎉 Gründungsmitglied Beta — Tritt unserem Discord bei und erhalte 3 Monate Pro kostenlos. Mehr erfahren →
Market Trends

Prognosemärkte senken Chancen für Überleben von Trump-Zöllen vor Oberstem Gericht drastisch

Die Quoten in Prognosemärkten, dass Trumps Zölle eine Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof überstehen, sind auf 30 % gefallen, nachdem die Richter die umfassende Anwendung des IEEPA durch die Regierung in Frage stellten. Händler sehen zunehmende Risiken für die Handelspolitik des Präsidenten.

Marcus Thorne
Marcus Thorne
Chief Market Strategist
Prognosemärkte senken Chancen für Überleben von Trump-Zöllen vor Oberstem Gericht drastisch

Prognosemarkthändler signalisieren zunehmende Skepsis, dass der Oberste Gerichtshof der USA die Zölle von Präsident Donald Trump aufrechterhalten wird, nachdem Richter bei mündlichen Verhandlungen am Mittwoch (5. November) Zweifel an den umfassenden Handelsbefugnissen der Regierung äußerten.

Quoten auf Kalshi und Polymarket fallen stark

Auf Kalshi fielen Verträge, die an den Ausgang des Falls geknüpft sind, auf etwa 30 %, nachdem sie vor der Anhörung bei fast 50 % lagen. Ein ähnlicher Vertrag auf Polymarket sank auf rund 30 % von über 40 % zu Beginn der Woche.

Die Bewegungen spiegeln die Überzeugung der Händler wider, dass die Tonlage der Richter auf Gegenwind für Trumps Handelspolitik hindeutet. Prognosemärkte, auf denen Anleger auf reale Ereignisse wetten können, reagieren oft schnell auf wahrgenommene Signale während hochkarätiger Anhörungen.

Richter stellen umfassende Befugnisse in Frage

Während der Verhandlungen schlossen sich mehrere konservative Richter ihren liberalen Kollegen an und stellten die Abhängigkeit der Regierung vom International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zur Verhängung von Zöllen in Frage.

Generalstaatsanwalt D. John Sauer sah sich mit scharfen Fragen konfrontiert, ob die Zölle die verfassungsmäßige Befugnis des Kongresses zur Erhebung von Steuern verletzten. Kritiker argumentieren, dass die Nutzung des IEEPA durch die Regierung zur Rechtfertigung von Vergeltungszöllen auf Importe aus US-Handelspartnern – sowie von Fentanyl-bezogenen Zöllen auf Waren aus Kanada, China und Mexiko – rechtliche Grenzen überschritten habe.

Bundesgerichte niedrigerer Instanz haben bereits entschieden, dass Trump nicht befugt war, diese Maßnahmen zu verhängen, was den Weg für die Auseinandersetzung vor dem Obersten Gerichtshof ebnete.

Marktreaktion und Anlegerstimmung

Der Zollfall ist zu einem Brennpunkt für Anleger geworden, die Handelsrisiken verfolgen. Obwohl der Oberste Gerichtshof am Mittwoch kein Urteil fällte, reichte die Skepsis der Richter aus, um die Stimmung in den Prognosemärkten zu verändern.

Die breitere Marktwirkung bleibt vorerst gedämpft, doch Händler beobachten die Lage genau. Ein Urteil gegen die Regierung könnte Milliarden an Zöllen aufheben und die US-Handelsbeziehungen neu gestalten. Umgekehrt könnte ein unerwarteter Sieg für Trump die exekutive Autorität in der Handelspolitik stärken, mit Auswirkungen auf Sektoren von der Fertigung bis zum Einzelhandel.

Analysten äußern sich

Chris Weston, Leiter der Forschung bei Pepperstone Group, merkte an, dass Prognosemärkte oft als „Frühwarnsysteme“ für die Anlegerstimmung fungieren. „Wenn Händler die Quoten so schnell senken, ist das meist ein Zeichen dafür, dass sie die Tonlage des Gerichts als ungünstig einschätzen“, sagte er.

Andere warnen davor, mündliche Verhandlungen überzubewerten. Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs können vom Tenor der Befragung abweichen, und der Zeitpunkt des Urteils bleibt ungewiss.

Das Fazit

Derzeit setzen Prognosemärkte darauf, dass Trumps Zölle eine Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof nicht überstehen werden. Verträge auf Kalshi und Polymarket fielen beide auf etwa 30 %, was die Überzeugung der Händler widerspiegelt, dass die Richter die Politik kippen könnten.

Ob sich diese Skepsis als richtig erweist, hängt vom endgültigen Urteil des Gerichts ab, das erhebliche Auswirkungen auf die US-Handelspolitik und die exekutive Macht haben könnte. Bis dahin bleiben Anleger dabei, jedes Signal nach Hinweisen zu durchforsten.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

Artikel teilen: