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Market Trends

Powell signalisiert Ende der Straffungspolitik und öffnet Tür für Zinssenkungen

Fed-Chef Jerome Powell deutet an, dass die quantitative Straffung bald enden könnte, und signalisiert künftige Zinssenkungen, da sich der Arbeitsmarkt abschwächt und Inflationsrisiken nachlassen.

Cassandra Hayes
Cassandra Hayes
Lead Technology Sector Analyst
Powell signalisiert Ende der Straffungspolitik und öffnet Tür für Zinssenkungen

Fed-Chef Jerome Powell deutete am Dienstag an, dass die US-Notenbank möglicherweise das Ende ihres quantitativen Straffungsprogramms erreicht, während sie gleichzeitig die Tür für weitere Zinssenkungen offen lässt, da der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Abschwächung zeigt.

Bilanzverkleinerung nähert sich ihrem Ende

Bei einer Rede auf der Konferenz der National Association for Business Economics in Philadelphia sagte Powell, die Fed nähere sich ihrem Ziel für „ausreichende“ Reserven im Bankensystem. Seit Mitte 2022 verkleinert die Fed ihre Bilanz – die auf dem Höhepunkt der Pandemie fast 9 Billionen US-Dollar betrug –, indem sie US-Staatsanleihen und hypothekenbesicherte Wertpapiere auslaufen lässt.

Powell wies darauf hin, dass sich die Liquiditätsbedingungen verschärfen und weitere Reduzierungen das Wachstum gefährden könnten. Obwohl er kein konkretes Enddatum nannte, betonte er, dass die Fed „eine breite Palette von Indikatoren genau beobachtet“ und die Bilanzverkleinerung in den kommenden Monaten stoppen könnte. Wichtig ist, dass Powell eine Rückkehr zur Vorkrisen-Bilanzgröße von etwa 4 Billionen US-Dollar ausschloss, was signalisiert, dass die Fed eine größere Präsenz auf den Finanzmärkten beibehalten wird als vor der Pandemie.

Zinssätze: Abwägung zwischen Inflation und Arbeitsmarkt

Bei den Zinssätzen nahm Powell einen vorsichtigen Ton an. Er räumte ein, dass die Fed vor einer heiklen Abwägung steht: Zu schnelle Zinssenkungen könnten die Inflation nicht vollständig bekämpfen, während zu langsames Handeln „schmerzhafte Verluste“ auf dem Arbeitsmarkt riskiert.

Jüngste Daten zeigten, dass sich der Arbeitsmarkt „erheblich abgeschwächt“ habe, mit verlangsamten Beschäftigungszuwächsen und sinkenden Erwerbsquoten. Diese Entwicklung habe die Risiken von Inflation und Arbeitslosigkeit stärker ins Gleichgewicht gebracht und die Wahrscheinlichkeit weiterer Lockerungen erhöht.

Die Fed senkte die Zinsen bereits im September um einen Viertelprozentpunkt, und die Märkte erwarten mindestens zwei weitere Senkungen in diesem Jahr. Powell bestätigte diesen Kurs jedoch nicht explizit und sagte, es gebe „keine risikofreie Option“, da die Entscheidungsträger gegensätzliche Ziele abwägen.

Politische und politische Gegenströmungen

Powell ging auch auf Bedenken hinsichtlich der Fed-Praxis ein, Zinsen auf Bankreserven zu zahlen, die von einigen Gesetzgebern kritisiert wurde. Er verteidigte die Politik und warnte davor, dass ihre Abschaffung die Fähigkeit der Fed zur Zinskontrolle untergraben würde.

Die Fed hat aufgrund höherer Zinszahlungen Betriebsverluste verzeichnet, aber Powell sagte, diese Verluste seien vorübergehend und das Nettoeinkommen werde bald wieder positiv werden.

Wirtschaftsausblick

Trotz der Verzögerung einiger wichtiger Datenveröffentlichungen durch den Regierungsstillstand sagte Powell, dass sich der Ausblick der Fed für Beschäftigung und Inflation seit ihrer September-Sitzung nicht wesentlich verändert habe. Er merkte an, dass das Wachstum möglicherweise auf einem „etwas festeren Pfad“ verlaufe als erwartet, während Preiserhöhungen bei Gütern eher auf Zölle als auf zugrunde liegende Inflationsdruck zurückzuführen seien.

Das Bureau of Labor Statistics hat Mitarbeiter zurückgerufen, um den nächsten Verbraucherpreisindex (CPI)-Bericht vorzubereiten, der nächste Woche erscheint und ein klareres Bild der Inflationsentwicklung liefern wird.

Das Fazit

Powells Äußerungen deuten darauf hin, dass die Fed sich darauf vorbereitet, die quantitative Straffung auslaufen zu lassen, und sich zunehmend darauf konzentriert, einen Arbeitsmarkt zu stützen, der an Schwung verliert. Während der Zeitpunkt künftiger Zinssenkungen ungewiss bleibt, setzen die Märkte darauf, dass die Lockerung eher früher als später kommt. Für Anleger ist die Botschaft klar: Der Straffungszyklus der Fed ist fast vorbei, und die nächste Phase der Politik könnte darin bestehen, das Wachstum abzufedern, anstatt es zu bremsen.

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