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Market Trends

Bei Höchststand der Konzentrationsrisiken setzen Anleger auf Bargeld, Gold und Krypto

Da Mega-Tech-Aktien den S&P 500 dominieren, hedgen Anleger Konzentrationsrisiken durch Umschichtungen in Bargeld, Gold und Krypto. ETF-Zuflüsse zeigen eine neue Normalität bei der Diversifikation.

Julian Bennett
Julian Bennett
Director of Financial Planning
Bei Höchststand der Konzentrationsrisiken setzen Anleger auf Bargeld, Gold und Krypto

Der US-Aktienmarkt war noch nie so kopflastig. Eine Handvoll Mega-Tech- und KI-Aktien dominieren nun den S&P 500 Index, wobei die neun größten Werte – jeder größer als Warren Buffetts Berkshire Hathaway – fast 40 % des Leitindex ausmachen. Dieses Konzentrationsrisiko veranlasst Anleger, das alte Mantra "Nie gegen Amerika wetten" zu überdenken und nach neuen Absicherungen zu suchen.

Und die Antwort scheint zumindest vorerst zu lauten: Bargeld, Edelmetalle und Krypto.

ETF-Zuflüsse erzählen die Geschichte

"Wenn man die ETF-Zuflüsse nach Kategorien aufschlüsselt, sind es Bargeld, Edelmetalle und dann Krypto", sagte Todd Sohn, Senior ETF-Strategist bei Strategas Securities, in CNBCs ETF Edge. "Sie werden eindeutig von mehr Mainstream-Anlegern angenommen."

Die Logik ist einfach. Da so viel Exposure in Tech und KI gebunden ist, suchen Anleger nach unkorrelierten Vermögenswerten, um Portfolios auszugleichen. Das hat zu einem Anstieg der Zuflüsse in Geldmarktfonds, Gold-ETFs und Spot-Bitcoin-ETFs geführt.

Das 60-40-Portfolio wird überdacht

Einige Strategen schlagen sogar ein 60-20-20-Modell vor – Aktien, Anleihen und Alternativen wie Gold und Krypto – als Ersatz für die klassische 60-40-Aktien-Anleihen-Mischung.

Vorläufig bleiben die Allokationen moderat. Sohn merkte an, dass die meisten Allokationspapiere 1–3 % in Krypto und 3–7 % in Gold empfehlen. Aber der Trend ist klar: Anleger bewegen sich schrittweise in Richtung Diversifikation über traditionelle Aktien und Anleihen hinaus.

Gold: Immer noch die klassische Absicherung

Gold hatte eine volatile Phase mit starken Verkäufen diese Woche, ist aber immer noch um mehr als 60 % seit Jahresbeginn gestiegen. Die Preise erreichten Anfang dieses Monats Rekordhöhen über 4.400 US-Dollar pro Unze, gestützt durch Zentralbankkäufe, einen schwächeren Dollar und geopolitische Risiken – den sogenannten "Debasement Trade".

Der SPDR Gold Shares (GLD)-ETF hat in den letzten Monaten etwa 6,8 Milliarden US-Dollar an Zuflüssen verzeichnet, wobei Goldfonds in diesem Jahr auf fast 40 Milliarden US-Dollar Nettozuflüsse zusteuern.

Krypto: Von Spekulation zu Strategie

Krypto hat ebenfalls an Zugkraft gewonnen, obwohl Gold es übertroffen hat. Bitcoin ist in diesem Jahr um 17 % gestiegen, während Ethereum 15 % zugelegt hat. Der echte Game-Changer war die Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs, die institutionelles Geld in den Markt gebracht haben.

Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) verwaltet laut VettaFi nun fast 90 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten, was ihn zu einem der größten Spot-Bitcoin-ETFs macht. Diese Größenordnung hat dazu beigetragen, digitale Assets von spekulativen Nebenwetten zu legitimen Portfolioinstrumenten zu machen.

ETFs als Einstiegstor

Sohn wies darauf hin, dass ETFs schon immer das Vehikel für neue Strategien waren. "Wir begannen 1993 mit Large-Cap-Aktien, 2004 mit Gold und Schwellenländern, und jetzt haben wir Covered-Call- und Yield-Max-Produkte", sagte er.

Diese Innovation hat es Anlegern ermöglicht, Risiken anders zu managen – sei es durch derivatbasierte ETFs, alternative Exposures oder regulierte Kryptoprodukte.

Das Fazit

Da das Konzentrationsrisiko am Aktienmarkt historische Höchststände erreicht hat, hedgen Anleger ihre Wetten. Bargeld, Gold und Krypto mögen nicht Buffetts Vorstellung von Value-Investing sein, aber sie werden schnell zur neuen Normalität für die Portfoliodiversifikation.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

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