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Stock Spotlight

Tesla ignoriert "Verkaufen"-Rufe, während Wall Street gespalten bleibt

Tesla-Aktie steigt trotz "Verkaufen"-Einstufung und Kursziel von 307 US-Dollar von BNP Paribas. Analysten warnen, dass 75 % von Teslas Wert aus unprofitablen KI-Projekten stammen, doch die Anlegervertrauen bleibt unerschütterlich.

Li Wei
Li Wei
Principal, International Investments
Tesla ignoriert "Verkaufen"-Rufe, während Wall Street gespalten bleibt

Tesla (TSLA) hat erneut bewiesen, dass es sich nicht an die üblichen Regeln der Wall Street hält. Am Freitag (den 17.) stieg die Aktie um 2,46 % auf 439,31 US-Dollar und ignorierte dabei eine neue "Verkaufen"-Einstufung von BNP Paribas, die den Aktienkurs auf nur 307 US-Dollar festlegte.

Der breitere Markt war stabil, wobei der S&P 500 und der Dow Jones Industrial Average jeweils um 0,5 % stiegen. Doch Tesla stand erneut im Rampenlicht.

BNP Paribas: Hohe Bewertungen, noch keine Umsätze

BNP-Analyst James Picariello machte keinen Hehl aus seiner Meinung. Er argumentierte, dass Teslas zwei meistgehypte Künstliche-Intelligenz-Projekte – Robo-Taxis und humanoiden Roboter – derzeit keine Umsätze generieren, aber schätzungsweise 75 % von Teslas Billionen-Dollar-Marktkapitalisierung ausmachen.

Picariello stellt das Potenzial von KI nicht in Frage, glaubt aber, dass Teslas Bewertung "ziemlich hohe Erwartungen" einpreist. Selbst sein Kursziel von 307 US-Dollar geht davon aus, dass Tesla mit dem 150-fachen der Gewinne von 2026 gehandelt wird – und die Aktie liegt bereits deutlich über dem 200-fachen dieses Multiples.

Tesla

Analysten gespalten, Anleger unbeeindruckt

Tesla bleibt eine der umstrittensten Aktien an der Wall Street. Laut FactSet stufen etwa 45 % der Analysten sie als "Kaufen" ein, verglichen mit 55 % für den S&P 500 insgesamt. Fast ein Viertel der Analysten hat nun eine "Verkaufen"-Einstufung für Tesla – mehr als doppelt so viel wie der S&P-500-Durchschnitt von 10 %.

Die Spanne der Analystenziele verdeutlicht die Situation: Teslas höchstes und niedrigstes Kursziel unterscheiden sich um etwa 460 US-Dollar, was mehr als 100 % des aktuellen Aktienkurses entspricht. Zum Vergleich liegt die Zielspanne von Apple näher bei 40 %.

Trotz der Skepsis hat Teslas Aktie in den vergangenen 12 Monaten 94 % zugelegt, obwohl sie seit Jahresbeginn nur etwa 8 % gestiegen ist. Anleger scheinen weiterhin auf die Vision von Elon Musk zu setzen, selbst wenn die Zahlen überzogen wirken.

Volatilität ist die Norm

Teslas Handelsmuster unterstreicht seinen Ruf als Achterbahn-Aktie. In den letzten 30 Handelstagen schwankte die Aktie durchschnittlich um 2,7 % täglich, wobei an 13 Tagen Bewegungen von mehr als 3 % verzeichnet wurden. Allein in dieser Woche erholte sich Tesla um 6,2 %, nachdem es in der Vorwoche um 3,8 % gefallen war.

Für langfristige Anleger ist diese Volatilität nichts Neues. Für kurzfristige Trader ist es genau diese Art von Bewegung, die Tesla zu einem der am meisten beobachteten Werte am Markt macht.

Das Fazit

BNP Paribas mag einen Ausverkauf fordern, doch Teslas Anlegerbasis zeigt keine Schwäche. Die Bewertung des Unternehmens mag stark auf unprofitablen, futuristischen Projekten beruhen, doch der Markt behandelt Tesla weiterhin weniger wie einen Autobauer und mehr wie eine technologische Mondlandung.

Ob sich dieser Glaube auszahlt – oder sich als Blase erweist – bleibt reine Spekulation. Derzeit bleibt Tesla die Aktie, über die Analysten leidenschaftlich streiten und die Anleger einfach nicht loslassen können.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

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