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Market Trends

Dollar behauptet sich, da Erwartungen an Fed-Zinssenkungen schwanken - Daten im Fokus

Der US-Dollar hielt sich am Donnerstag stabil und behielt seine nächtlichen Gewinne bei, während Händler die Aussichten für Zinssenkungen der US-Notenbank neu bewerteten und sich auf eine Welle wirtschaftlicher Daten vorbereiteten, die den geldpolitischen Kurs beeinflussen könnten.

Marcus Thorne
Marcus Thorne
Chief Market Strategist
Dollar behauptet sich, da Erwartungen an Fed-Zinssenkungen schwanken - Daten im Fokus

Fed-Ungewissheit stützt den Dollar

Die Märkte haben für die beiden verbleibenden Sitzungen der Fed in diesem Jahr etwa 43 Basispunkte an Lockerung eingepreist. Doch Äußerungen von Entscheidungsträgern, darunter Fed-Chef Jerome Powell, haben unterstrichen, dass der Zeitpunkt weiterer Senkungen von den eingehenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten abhängen wird.

Diese Ungewissheit hat die Erwartungen an eine baldige Maßnahme abgekühlt. Händler rechnen nicht mehr vollständig mit einer Senkung bei der nächsten Fed-Sitzung, selbst nach der allgemein erwarteten Zinssenkung der vergangenen Woche. Der Dollar hat sich seitdem leise nach oben gearbeitet, was sowohl Vorsicht als auch Widerstandsfähigkeit widerspiegelt.

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco, Mary Daly, griff den vorsichtigen Ton auf und merkte an, dass zwar weitere Senkungen nötig sein könnten, der Zeitpunkt jedoch alles andere als klar sei. "Werden sie jetzt, noch dieses Jahr oder in Zukunft kommen? Das ist schwer zu sagen", bemerkte Daly und betonte das doppelte Mandat der Fed, Inflation und Beschäftigung in Einklang zu bringen.

Dollar-Index nahe Drei-Wochen-Hoch

Der Dollar-Index (DXY), der die US-Währung gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, bewegte sich bei 97,813, nahe einem Drei-Wochen-Hoch und auf dem Weg zu einem monatlichen Gewinn.

  • Der Euro stand stabil bei 1,17425 US-Dollar, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um 0,6 % gefallen war.
  • Das britische Pfund hielt sich bei 1,3451 US-Dollar, ebenfalls nach einem Rückgang von 0,6 % am Mittwoch.
  • Der Yen festigte sich leicht auf 148,62 Yen pro US-Dollar und entfernte sich von einem Drei-Wochen-Tief, nachdem Protokolle der Bank of Japan zeigten, dass einige Entscheidungsträger eine Wiederaufnahme von Zinserhöhungen befürworten.

Die Märkte sehen nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 % für eine Zinserhöhung der BoJ bei ihrer Sitzung am 29.–30. Oktober, wenn aktualisierte Wachstums- und Inflationsprognosen veröffentlicht werden.

Zölle und Inflation im Fokus

Investoren beobachten auch, wie sich die US-Zölle unter Präsident Donald Trump auf die Wirtschaft auswirken. Bislang haben die Daten die Auswirkungen auf die Preise noch nicht vollständig erfasst, doch Analysten warnen, dass zollbedingte Inflation den Lockerungskurs der Fed erschweren könnte.

"Zollbedingte Preisdruck bleiben eine Unbekannte", sagte Laura Cooper, globale Investmentstrategin bei Nuveen. Sie erwartet, dass die PCE-Inflation – der bevorzugte Indikator der Fed – später in diesem Jahr bei etwa 3,2 % ihren Höhepunkt erreicht, was das Preiswachstum länger über dem Ziel halten würde. Das spreche trotz der Markthoffnungen auf aufeinanderfolgende Senkungen "immer noch für Geduld", argumentierte sie.

Der Fokus richtet sich nun auf den für Freitag erwarteten Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) und die endgültige Schätzung des BIP für das zweite Quartal am Donnerstag. Beide könnten die Erwartungen an das nächste Vorgehen der Fed beeinflussen, insbesondere angesichts der zusätzlichen Komplikation einer drohenden Haushaltssperre der US-Regierung.

Weitere Bewegungen am Devisenmarkt

Ansonsten auf den Devisenmärkten:

  • Der Neuseeland-Dollar stieg um 0,1 % auf 0,5813 US-Dollar, einen Tag nachdem Anna Breman zur nächsten Notenbankchefin des Landes ernannt wurde – die erste Frau in dieser Position.
  • Der australische Dollar stand zuletzt bei 0,65905 US-Dollar und blieb im frühen Handel nahezu unverändert.

Fazit

Die Widerstandsfähigkeit des Dollars spiegelt einen Markt wider, der zwischen der Vorsicht der Fed, hartnäckiger Inflation und globalen Unsicherheiten gefangen ist. Da Powell und andere Amtsträger einen datenabhängigen Ansatz betonen, könnten die nächsten Tage mit Wirtschaftsdaten entscheidend sein.

Für den Moment bleibt der Greenback fest, gestützt von der Skepsis, dass die Fed so aggressiv vorgehen wird, wie Händler einst gehofft hatten.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

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