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Stock Spotlight

DJT bricht ein, während Gold 4.200 US-Dollar erreicht

DJT-Aktie stürzt um 75 % ab, da Trump-bezogene Trades kollabieren. Gold steigt auf 4.200 US-Dollar und signalisiert eine Rückkehr zu Fundamentaldaten.

Li Wei
Li Wei
Principal, International Investments
DJT bricht ein, während Gold 4.200 US-Dollar erreicht

Zehn Monate nach Beginn der Amtszeit von Präsident Trump hat sich der sogenannte "Trump-Trade" aufgelöst. Trump Media & Technology (DJT), einst ein Favorit von Privatanlegern, hat einen Kurssturz von 75 % erlebt, während Meme-Token mit Bezug zur Trump-Marke fast ihren gesamten Wert verloren haben. Im krassen Gegensatz dazu ist Gold auf ein Rekordhoch von 4.200 US-Dollar pro Unze gestiegen und festigt damit seine Rolle als ultimative Sicherheitsanlage angesichts von Defizitbedenken.

Vertrauensverlust: DJT und Memecoins

Privatanleger, die DJT zu den Höchstständen des letzten Jahres gekauft haben, stehen vor erheblichen Verlusten. Ein Bericht des Wall Street Journal hob einen Anleger hervor, der bei 46 US-Dollar kaufte, nur um zu sehen, wie die Aktie auf 11 US-Dollar fiel. Analysten weisen darauf hin, dass selbst nach dem Absturz das Kurs-Umsatz-Verhältnis von DJT bei 1240-fach liegt, weit über dem typischen Bereich von 5–10-fach für Technologieaktien. Die Bewertung unterstreicht, wie Hype und nicht Fundamentaldaten den Rally antrieben.

Der Schmerz ist im Krypto-Bereich noch schlimmer. Trump-bezogene Memecoins sind zwischen 86 % und 99 % gefallen und damit im Wesentlichen wertlos. Selbst der vielbeachtete World Liberty Financial Token, der im September gestartet wurde, ist um 40 % gefallen. Der Alpine-Macro-Strategist Nick Giorgi bezeichnete dies als "einen Kater nach spekulativem Rausch" und wies darauf hin, dass unrentable Technologieportfolios ebenfalls um 21 % gefallen sind, da Gelder aus hypegetriebenen Vermögenswerten abfließen.

Gold steigt, Bitcoin stagniert

Ironischerweise ist Bitcoin, von dem erwartet wurde, dass er von der Deregulierung profitieren würde, seit Oktober um 30 % gefallen. Gold hingegen ist in diesem Jahr um fast 60 % gestiegen und hat 4.200 US-Dollar erreicht. Institutionelle Anleger nennen Haushaltsdefizite und einen schwächeren Dollar als Gründe, Gold gegenüber volatilen Kryptowährungen zu bevorzugen. Hedgefonds haben sich auch dem Leerverkauf langfristiger Staatsanleihen zugewandt, um Zinsrisiken abzusichern.

Auseinanderlaufende Branchentrends

Nicht alle Trump-bezogenen Trades sind zusammengebrochen.

  • Gesundheitswesen- und europäische Verteidigungsaktien blieben stabil und spiegeln politische Präferenzen wider.
  • Wall-Street-Banken profitierten von Erwartungen einer lockereren Regulierung.
  • Regionalbanken und private Gefängnisse enttäuschten jedoch, da Wetten auf Einwanderungspolitik nicht aufgingen.

Diese Divergenz zeigt, wie politische Themen kurzfristige Gewinner schaffen können, aber selten breite Marktrallys aufrechterhalten.

Rückkehr zu Fundamentaldaten

Mit nachlassendem politischem Eifer konzentrieren sich die Märkte wieder auf Daten. Der Kern-PCE-Preisindex, der diese Woche veröffentlicht wird, wird genau beobachtet, da die Fed einen weiteren Zinssenkungsschritt im Dezember erwägt. Bob Elliott von Unlimited Funds merkte an, dass, obwohl die Krypto-Verluste schwerwiegend sind, keine Anzeichen für ein systemisches Risiko bestehen.

Für Anleger ist die Lektion klar: Die Tage, in denen ein einzelner Name oder ein Thema den Aktienkurs verdoppeln konnte, sind vorbei. Fundamentaldaten – Rentabilität, Cashflow und Bewertung – gewinnen wieder die Oberhand. Während sich 2025 dem Ende zuneigt, scheint sich die Wall Street von politisch exponierten Trades zu lösen und zu den Grundlagen zurückzukehren.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

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