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Gurus' Moves

Cathie Wood kauft den "KI-Dip" bei AMD, während Wall Street in Panik gerät

Cathie Woods ARK Invest griff nach einem Kursrutsch von 17 % zu AMD-Aktien im Wert von 28,2 Millionen US-Dollar. Hat die "Orakel der Innovation" mit diesem KI-Schnäppchen recht?

13Radar Research
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Cathie Wood kauft den "KI-Dip" bei AMD, während Wall Street in Panik gerät

Während die Wall Street diese Woche mit Panikverkäufen bei Halbleiteraktien beschäftigt war, tat Cathie Wood, was sie am besten kann: Sie kaufte den Einbruch.

In einer klassischen konträren Bewegung griff die ARK Investment Management ein, um einen großen Anteil an Advanced Micro Devices (AMD) zu erwerben, genau als die Aktie ihren stärksten eintägigen Kursrutsch seit fast einem Jahrzehnt erlebte. Das "Orakel der Innovation" ist offensichtlich der Ansicht, dass die Reaktion des Marktes auf die jüngsten Quartalszahlen von AMD nicht nur falsch ist, sondern einen goldenen Einstiegspunkt darstellt.

Den neuesten Handelsmeldungen zufolge kauften fünf der börsengehandelten Fonds (ETFs) von ARK am Mittwoch, dem 4. April, gemeinsam 141.108 Aktien von AMD. Die Position hat basierend auf den Schlusskursen einen Wert von etwa 28,2 Millionen US-Dollar.

Dieser aggressive Kauf erfolgte nach einer brutalen Handelssitzung, in der die AMD-Aktie um 17 % auf 200,19 US-Dollar einbrach – der stärkste tägliche Rückgang, den der Chiphersteller seit Mai 2017 erlebt hat. Der Abwärtstrend hörte dort nicht auf; die Aktie fiel am Donnerstag um weitere 3,8 % auf 192,50 US-Dollar, wobei der außerbörsliche Handel weitere Schwäche zeigte.

Die Falle "Gut, aber nicht großartig"

Warum also der Ausverkauf? In einem Wort: Erwartungen.

Der Halbleitersektor befindet sich seit zwei Jahren in einem euphorischen "KI-Superzyklus", was zu einer Bewertungsumgebung geführt hat, in der Perfektion die Basis ist. Der Quartalsbericht von AMD für das vierte Quartal war solide – Umsatz und Gewinn übertrafen sogar die Analystenschätzungen. Aber im Jahr 2026 reicht "Schätzungen übertreffen" nicht aus. Die Anleger erwarteten eine überragende Prognose, um den 40-prozentigen Kursanstieg der Aktie seit Oktober letzten Jahres zu rechtfertigen.

Als AMD lediglich eine "starke" Prognose anbot und keine "überragende", setzten die algorithmischen Verkäufe ein. Trotz der Ankündigung von Alphabet (Google) einer massiven Erhöhung der Kapitalausgaben – Geld, das unweigerlich an Chiphersteller fließt – schlug die Marktstimmung deutlich in eine bärische Richtung um.

Aber wo der Markt eine Wachstumsverlangsamung sieht, erkennt Cathie Wood eine Fehlbewertung. Ihre These bleibt unverändert: Künstliche Intelligenz ist die Basistechnologie des nächsten Jahrzehnts, und der Infrastrukturausbau ist noch lange nicht abgeschlossen. Indem ARK AMD bei etwa 200 US-Dollar kauft, wettet der Fonds effektiv darauf, dass die Nachfrage nach KI-Beschleunigern die aktuelle Sorgenmauer überdauern wird.

Der Einkaufsbummel: Es geht nicht nur um Chips

AMD war diese Woche nicht der einzige Posten in Woods Einkaufswagen. Die ARK-Meldung zeigt eine breite Akkumulation von Vermögenswerten im Bereich "disruptive Innovation", was darauf hindeutet, dass der Fonds während dieses Technologie-Rückschlags Kapital breit gestreut einsetzt.

Bemerkenswerte Zugänge umfassen:

  • Tesla (TSLA): Der EV-Gigant bleibt eine Kernüberzeugungsposition für ARK, die auf das Narrativ des autonomen Fahrens setzt.
  • Tempus AI: Ein führendes Unternehmen in Medizintechnik und Präzisionsmedizin, das zum Thema "Genomische Revolution" von ARK passt.
  • CoreWeave (CRWV): Der Cloud-Computing-Liebling, der letztes Jahr an die Börse ging. Die spezialisierte GPU-Cloud-Infrastruktur von CoreWeave macht das Unternehmen zu einem direkten Investment in den KI-Rechenengpass.
  • Circle Internet Group: Der Emittent des USDC-Stablecoins, was anhaltendes Vertrauen in die Krypto-Finanzinfrastruktur signalisiert.
  • GeneDx & Kodiak AI: Erweiterung der Wetten auf Biotech-Diagnostik und autonomes Lkw-Fahren.

Dieser Korb von Käufen unterstreicht Woods Strategie, kurzfristige Volatilität (oder "Rauschen") zu ignorieren, um langfristige strukturelle Veränderungen zu nutzen.

Die Bilanz: Wetten gegen das "Orakel"?

Kritiker von Woods hochvolatiler, risikoreicher Strategie sind laut, aber die jüngsten Zahlen sprechen für sie.

Nach einer holprigen Phase nach der Pandemie erlebte ARK im Jahr 2025 eine beeindruckende Erholung. Der Flaggschiff-ETF ARK Innovation ETF (ARKK) verzeichnete im letzten Jahr einen Gewinn von 35 %, während der ARK Next Generation Internet ETF (ARKW) um 37 % stieg. Beide Fonds übertrafen den S&P 500 deutlich, der eine respektable, aber niedrigere Rendite von 16 % erzielte.

Insbesondere der Next Generation Internet-Fonds hat den breiteren Markt nun drei Jahre in Folge übertroffen, was Woods Argument stützt, dass "Innovation Probleme löst" und langfristig Alpha generiert.

Das Fazit

Cathie Wood setzt 28 Millionen US-Dollar darauf, dass der KI-Trend nicht tot ist – er ist nur im Sonderangebot.

Für Anleger ist die Divergenz klar. Wenn Sie glauben, dass der Chip-Zyklus seinen Höhepunkt erreicht hat, ist der Kursrutsch von AMD ein Warnsignal. Aber wenn Sie mit der Ansicht von ARK übereinstimmen, dass wir uns noch in den frühen Phasen der KI-Revolution befinden, könnte die Panik dieser Woche im Nachhinein wie ein Geschenk aussehen.

Wie immer bei ARK ist es kein Investment für schwache Nerven. Aber wie das alte Sprichwort an der Wall Street sagt: "Das meiste Geld verdient man, wenn sich Dinge von schrecklich zu gerade noch okay entwickeln." Wood wettet darauf, dass es AMD deutlich besser als nur okay geht.

Haftungsausschluss: Daten und Insights von 13radar.com dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch.

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