Jensen Huang, Mitbegründer und CEO von Nvidia (NVDA-US), hat seinen Anteil am KI-Chip-Giganten in diesem Monat kontinuierlich reduziert, wie aus neuen Einreichungen bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hervorgeht. Trotz der umfangreichen Verkäufe ist der Aktienkurs von Nvidia weiter gestiegen, was die starke Anlegernachfrage nach den Unternehmensanteilen unterstreicht.
Eine Verkaufswelle
Zwischen dem 8. und 10. Oktober verkaufte Huang 225.000 Aktien in 20 Transaktionen zu einem Durchschnittspreis von etwa 190,20 US-Dollar pro Aktie und erzielte damit rund 42,8 Millionen US-Dollar. Dies folgte auf einen früheren Zeitraum vom 1. bis 7. Oktober, in dem er an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen jeweils 75.000 Aktien pro Tag verkaufte und mehr als 70 Millionen US-Dollar realisierte.
Insgesamt hat Huang seit Beginn des Oktober 2025 600.000 Aktien verkauft und Erlöse von über 113 Millionen US-Dollar erzielt.
Immer noch ein erheblicher Anteil
Selbst nach diesen Verkäufen bleibt Huang stark in Nvidia investiert. Stand 10. Oktober hielt er noch etwa 70,56 Millionen Aktien, die zum Schlusskurs des Tages von 183 US-Dollar fast 13 Milliarden US-Dollar wert waren. Damit ist er nicht nur einer der größten Aktionäre des Unternehmens, sondern auch eine zentrale Figur für dessen langfristige Entwicklung.
Resilienz des Aktienkurses
Interessanterweise hat die Verkaufsserie von Huang den Nvidia-Kurs nicht belastet. Als er seine erste Verkaufsrunde am 1. Oktober begann, eröffnete die Aktie bei 185,30 US-Dollar. Bis zum 10. Oktober war der Kurs auf ein Tageshoch von 195,62 US-Dollar gestiegen, ein Rekord seit Nvidias Börsengang.
Diese Resilienz deutet darauf hin, dass Anleger weiterhin von den Fundamentaldaten Nvidias überzeugt sind, selbst während der CEO einen Teil seiner Anteile realisiert. Die Nachfrage nach KI-Chips und Rechenzentrumsprodukten treibt die Begeisterung weiter an und gleicht etwaige Bedenken hinsichtlich Insider-Verkäufen aus.
Übertrifft den Markt
Im größeren Kontext betrachtet ist die Nvidia-Aktie im Jahr 2025 um mehr als 36 % gestiegen und hat damit den S&P 500 im gleichen Zeitraum deutlich übertroffen. Die Rally spiegelt die zentrale Rolle des Unternehmens beim Antrieb des KI-Booms wider, vom Training großer Sprachmodelle bis hin zur Ermöglichung einer Cloud-Infrastruktur der nächsten Generation.
Fundamentaldaten bleiben stark
Nvidias Finanzergebnisse untermauern den Optimismus. Im zweiten Quartal 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 46,74 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 56 % im Jahresvergleich und leicht über der Prognose von Wall Street von 46,23 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse unterstreichen Nvidias Fähigkeit, das Wachstum aufrechtzuerhalten, selbst wenn der Wettbewerb zunimmt und globale Lieferketten unter Druck stehen.
Die Bewegungen interpretieren
Insider-Verkäufe lösen oft Spekulationen aus, aber im Fall von Huang scheinen die Transaktionen eher einer Portfoliodiversifikation zu gleichen als einem Signal nachlassenden Vertrauens. Da er immer noch Milliarden in Nvidia-Aktien gebunden hat, bleiben seine Interessen fest mit denen der Aktionäre verbunden.
Für Anleger ist die wichtigste Erkenntnis, dass Nvidias Fundamentaldaten und Marktposition intakt bleiben. Das Unternehmen dominiert weiterhin den KI-Chip-Markt, und seine Aktienperformance zeigt kaum Anzeichen einer Verlangsamung, selbst während der CEO seine Anteile reduziert.
Das Fazit
Der jüngste Aktienverkauf von Jensen Huang im Wert von 113 Millionen US-Dollar ist aufgrund seines Umfangs und Tempos bemerkenswert, hat aber Nvidias Schwung nicht gebremst. Da die Aktie Rekordhöhen erreicht und das Umsatzwachstum die Erwartungen übertrifft, bleibt das Unternehmen einer der am genauesten beobachteten Werte auf den globalen Märkten.
Derzeit ist die Botschaft klar: Anleger konzentrieren sich mehr auf Nvidias KI-getriebene Wachstumsgeschichte als auf die Barabflüsse seines CEOs.